17.11.2011 – TL Kenia

Und es regnet doch in Afrika!
Wir (Falk ,Christian und Ich) sind nun ca. 1 Woche hier in Iten/Kenia (2400m üM.) und nichts ist so wie beim letztem mal. Statt Sonne und staubige Straßen empfängt und Kenia diesmal mit viel Regen und matschigen Wegen. Das Trainingslager dient der Grundlagen und Kraftausdauer und durch die Umstände, wird es noch ein wenig anstrengender. Es haben sich verschiedene Nationen eingefunden und der Spaß zwischen den Einheiten kommt dadurch nicht zu kurz. Im Moment fühle ich mich noch mehr wie eine Lokomotive beim Laufen aber es wir von Tag zu Tag besser.

30.11.2011 – Frankfurt Marathon 2:22.50 Std

Das Ergebnis klingt zuerst einmal komisch, denn 2:22.50 Std entspricht natürlich nicht meinem Leistungsanspruch. Frankfurt stand aber unter einem ganz anderen Fokus als alle anderen Marathons, die ich bis jetzt gelaufen bin. Ich wollte für mich einfach mal wieder einen Marathon zu Ende laufen ohne Zeit oder Platzierungsdenken. Nach Berlin konnte man nicht von zielgerichtetem Training sprechen, aber ich kam wieder in Schwung und wollte mit einem beendeten Marathon in die Vorbereitung für 2012 (die am 8.11. mit einem TL in Kenia anfängt) gehen. Minimalziel war durchkommen, unter 2:20Std war aber schon eine Vorgabe, die ich gerne erreicht hätte. Berlin hat aber mehr Körner gekostet als erwartet, und so bin ich ab 35KM, als die 2:20 nicht mehr zu erreichen waren, auch mit noch weniger Druck gelaufen. Ich bin glücklich, in die Festhalle eingelaufen zu sein. Wahrscheinlich werden es einige nicht vertehen, was ich da gemacht habe, aber ich denke, für mich war es wichtig und richtig.

30.9.2011 – DNF Berlin

Leider konnte ich die Marathon Talfahrt nicht beenden. Ich musste in Berlin nach Krämpfen, die mich drei mal zum anhalten gezwungen haben, das Rennen abermals vorzeitig bei KM 32 beenden. Es war ab KM 15 schon nicht mehr das Laufgefühl, das ich nach dem Training erwartet hatte. Nach genauerer Analyse habe ich einen großen Fehler begangen. Ich wollte auch das Letzte aus der Vorbereitung herausholen und entschloss mich, eine Saltin Diät (3 Tage Kohlenhydratentzug und dann extrem hoher Anteil von Kohlenhydraten) zu machen. Leider hat mein Körper diese nicht vertragen und mir keine Energie für den Wettkampf bereitgestellt. Kleinere Trainingsmittel werde ich auch überdenken. Ausstieg und 1 Woche Muskelschmerzen sind der Lohn von 15 Wochen Vorbereitung.

19.09.2011 – 5 Tage bis Berlin

Ja, ich laufe beim Berlin Marathon (; !

Nach einer langen Trainingsphase, mit Höhen und Tiefen, ist es endlich wieder soweit- Marathon! Ich habe gut trainiert (u.a.3 Wochen in St.Moritz). Das wichtigste (neben einer guten Form!)ist, ich freue mich endlich am Sonntag um 9 Uhr zu starten. Ich hoffe eine solide Leistung abzuliefern um mir eine gute Ausgangsbasis für den Winter zu verschaffen und dem im Frühjahr geplanten Angriff auf die Olympianorm. Eine Zeitprognose gebe ich hier nicht ab, um nicht all zu gr0ße/oder geringe Erwartungen zu schüren. Lassen wir den Lauf starten und dann sehen was am Nachmittag in der Ergebnissliste steht. Also Daumen drücken ist definitiv erlaubt.

6. Sieg beim Ludwigsburger Citylauf

Es war mal wieder an der Zeit, das Training zu unterbrechen bzw. mit einem Wettkampf die Monotonie zu nehmen. Der Ludwigsburger Citylauf gehört seit vielen Jahren zu den Läufen, die ich dank der phantastischen Stimmung und Organisation (Danke an Roy Sports!) immer wieder sehr gerne besuche. Die Strecke gehört zwar zu den anspruchsvolleren, aber das nimmt man gerne in Kauf. Auch die Gegner sind immer verschieden. Waren es früher eher regionale Läufer, dann polnische Gäste, so wurden es zwischenzeitlich die Ostafrikaner, die den Lauf beherrschten. In diesem Jahr kam starke Konkurrenz aus Holland. Das Marathontraining hat seine Spuren in den Beinen hinterlassen und ich wollte einen harten Lauf. Also beschloss ich nicht lange zu fackeln sondern wenn möglich, sofort aufs Tempo zu drücken, auch auf die Gefahr hin, dass Neels an mir dran bleiben würde, um mich dann im Finish zu schlagen. Kaum war der Startschuss gefallen, setzte sich das 2500 Mann große Starterfeld in Bewegung. Ich setzte um was ich mir vorgenommen hatte. Bei Kilometer 3 setzte ich mich ab und konnte meinen Vorsprung auf 30sec bis ins Ziel ausbauen. 30:56 min auf einer hügeligen 10Km Strecke sind im Moment oK. Zudem konnte ich meinen 6.Sieg in Ludwigsburg feiern, was mich natürlich freute.

Stuttgarter Zeitungslauf – 2 Sieger doppelte Freude

Zum 8.mal konnte ich am Sonntag den Stuttgarter Zeitungslauf gewinnen. Zusammen mit Markus Weislatzko lief ich Hand in Hand bei dem größten Breitensporthalbmarathon Deutschlands in 68.38min über die Ziellinie. Ein schöner Sieg der doppelt so schön ausfällt wenn man ihn Teilen kann. Mann kann sich streiten, ob Markus und ich den Sinn eines Wettkampfes nicht verstanden (Siegeswillen verloren?) hatten oder ob es eine schöne sportliche Geste von uns war.

Start: 5x5KM Staffel -Arena auf Schalke

Am Sonntag werde ich in/auf/herum der Arena auf Schalke, an der 5x5KM Runnerspoint Staffel teilnehmen. Mit u.a. Falk Cierpinski und Wolfram Müller so wie zwei weiter Läufer von der SG Spergau bilden wir ein schlagkräftiges Team. Ich freue mich auf diesen Event und bin gespannt was mich dort erwartet.

Atemprobleme beenden Metro Group Marathon frühzeitig

Es war ein schöner Tag, weniger zum Marathonlaufen, als für alle anderen Aktivitäten im Freien. Das Training lief sehr gut und ließ auf eine Bestzeit hoffen, aber natürlich bei guten äußeren Bedingungen. Von Marathon – Temperaturen bzw Bedingungen waren wir heute sehr weit entfernt. Zum Start um 9.30 Uhr zeigten die Thermometer schon fast 20 Grad und der Wind blies in kräftigen Böen. Die Renntaktik war deshlab ein wenig anders als sonst: Defensive hieß die Marschroute, 25 KM einfach ruhig bleiben und schauen, wie sich das Rennen und das Wetter weiter entwickelt. Schnell hatte sich eine Gruppe von ca. 10 Mann gebildet, die gemeinsam den Halbmarathon in 67-67.30min angehen wollte. Nach den ersten Böen, die uns ins Gesicht bließen, merkte ich schon, dass viele Blütenpollen unterwegs sind (man konnte sie im Mund schmecken!). Bei Kilometer 6 bemerkte ich dann, dass ich zunehmends schlechter Luft bekam. Beruhigen, konzentrieren, und einfach mitschwimmen – klingt einfach unter normalen Bedingungen und ist es das auch. Bei kleinen Tempoverschärfungen merkte ich, dass die Probleme immer größer wurden und musste bei Kilometer 11 sogar die Gruppe ziehen lassen. Ich musste schnell die Renntaktik ändern, versuchen ruhig und gleichmäßig ein einigermaßen solides Rennen (was bei diesen Bedingungen auch eine 2:18 Std hätte sein können) abzuliefern . Beim zweiten Überqueren der Oberkassler Brücke (ca.19KM) musste ich mir aber eingestehen, dass die Atemprobleme immer schlimmer wurden und ich auch immer langsamer laufen musste, um überhaupt Luft zu bekommen. Bei ca. 68.40min durchlief ich den Halbmarathon und musste dann bei ca 22KM das Rennen aufgeben. Eine kurze heftige Reaktion nach meinen Ausstieg veranlasste doch noch kurz die Hilfe des RennDocs in Anspruch zu nehmen. Aber nach Einnahme eines Asthmaaerosols erholte ich mich schnell und musste im Wagen für die Aussteiger Platz nehmen. So endete der Tag, auf den ich so lange trainiert habe, ganz anders als erhofft und die Enttäuschung sitzt tief. Nun heißt es die Lungen erholen lassen, Kräfte sammeln und den immer im Fokus stehenden Herbstmarathon nicht mit überhasteten Reaktionen gefährden.

10KM Würzburger Residenzlauf

Nachdem das Abschneiden in Berlin nicht unbedingt Ruhe in mein Training gebracht hat, beschloss ich, doch noch einen letzten Test zu machen. Ein Halbmarathon war aber mit dem geplanten Training nicht mehr zu vereinbaren, so dass ich mich für eine Tempospritze entschied. Würzburg kannte ich bis jetzt nur aus den Ergebnislisten und wusste daher, dass dort immer schnell gelaufen wird. Eine Zeit unter 30min traute ich mir zu und so reiste ich nach Würzburg. Ich konnte nicht ahnen, dass dort eine 25-köpfige ostafrikanische Armada auf mich wartete und andere Europäer komplett fehlten. Die Strecke führte in 4 Runden um die Stadtresidenz, und leider auch gar nicht flach wie erhofft, sondern mit deutlichen Steigungen. Nach dem Startschuss war schnell klar, dass ich mein eigenes Rennen laufen muss und so ging ich als letzter auf den ersten Kilometer. Zwischenzeiten waren mir auch egal – ich wollte versuchen auf Druck zu bleiben und den Lauf mit einem positiven Gefühl beenden. Ich konnte von Runde zu Runde Kenianer einsammeln, einige beschlossen daraufhin auszusteigen. Als ich nach 29.55min und Gesamt 18. im Ziel war, konnte ich sehr zufrieden sein. Das gibt wieder ein wenig mehr Selbstvertrauen für die letzten Einheiten auf dem Weg nach Düsseldorf.

Berlin Halbmarathon- Meilenstein nicht zufriedenstellend!

Ein weiterer Meilenstein auf meinem Weg zum Marathon sollte am Sonntag in Berlin über die halbe Distanz folgen. Das Training lief gut und ich konnte optimistisch auf den HM blicken. Auch die Wetterprognosen machten mich nicht nervös, ich freute mich einfach nur auf den Wettkampf. Der Plan war einfach eine solide Leistung abzurufen und vielleicht wie im letzten Jahr dann im Ziel mit einer persönlichen Bestleistung dazustehen. Eine Gruppe, die ca. 30:15min die ersten 10KM angehen wollte, war auch gefunden und somit alles im grünen Bereich. Aber manchmal kommt es ganz anders. Nach 5KM merkte ich schon, dass irgend etwas nicht stimmt und so beschloss ich etwas kontrollierter zu laufen und die Gruppe ziehen zu lassen. Ich wollte meinen Rhythmus finden. 10KM in 30:54min, so hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. Noch dachte ich, gut dann versuchst du Druck zu machen und kannst vielleicht eine schnellere 2. Hälfte laufen. Hört sich immer leichter an als getan. Ich lief gleichmäßig, jedoch zu langsam und kam aus diesem Trott auch nicht mehr heraus. Ich glaube, viele Läufer kennen das, manchmal denkt man jetzt drücke ich aber aufs Tempo und beim Kontrollieren der Zeit ist man genauso schnell/langasm wie den Kilometer davor. Na gut, es sollte nkcht mein Tag werden und nach 67:19min überquerte ich die Ziellinie. Ich bin mir sicher, dass dies nicht mein derzeitiger Leistungsstand ist, aber dies ist das Ergebnis, das ich heute abgeliefert habe.